„Familien brauchen Entlastung“
DRK-Vizepräsidentin Donata Freifrau Schenck zu Schweinsberg setzt sich dafür ein, dass pflegende Angehörige besser unterstützt werden.
Warum ist das Kursprogramm „Pflege in der Familie“ heute notwendiger denn je?
Die Hauptlast der Hilfe und Pflege im Alter trägt die Familie. Deren Möglichkeiten stoßen jedoch zunehmend an ihre Grenzen. Das liegt an den veränderten Lebensbedingungen. Ich nenne hier nur die Stichworte Zunahme von Einzelhaushalten oder die vom Arbeitsmarkt geforderte Mobilität.
Kann die Pflege in der Familie professionelle Hilfe ersetzen?
Im Gegenteil: Pflegende Familienangehörige brauchen dringend mehr professionelle Unterstützung. Schließlich sind sie erheblichen seelischen, körperlichen und gesellschaftlichen Belastungen ausgesetzt. Insbesondere bei der Langzeitpflege führt diese Überforderung manchmal sogar dazu, dass die Pflegenden ihrerseits krank werden. Hier muss also frühzeitig gegengesteuert werden.
Welche Lösungsmöglichkeiten sehen Sie angesichts der drohenden Finanzierungslücke in der staatlichen Pflegeversicherung?
Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels kann der Staat allein das Problem nicht lösen. Aber Angehörige zu pflegen sollte auch nicht wieder als Angelegenheit des Einzelnen verstanden werden. Künftig wird es mehr und mehr private Hilfsnetzwerke geben, die hier einspringen – übrigens nicht nur bei der Pflege, sondern auch in vielen anderen Bereichen. Solche modernen Netzwerke gilt es zu stärken. Das DRK ist bei diesem innovativen Ansatz vorn mit dabei.
(Quelle: www.rotkreuzmagazin.de)
Selbsthilfegruppe „Pflegende Angehörige“ vom DRK KV Potsdam/Zauch-Belzig e.V.
Die ersten Gruppentreffen der Selbsthilfegruppe „Pflegende Angehörige“ vom Deutschen Roten Kreuz KV Potsdam/Zauch-Belzig e.V. fanden am 13.05.2009 und am 10.06.2009 in Werder statt. Zahlreiche teilnehmende Betroffene wollen in der Selbsthilfegruppe ihre Kenntnisse erweitern, sich austauschen und Informationen über Krankheitsbilder erhalten. Für das Mitmachen in der Selbsthilfegruppe „Pflegende Angehörige“ möchten wir Ehepartner und Kinder aus Potsdam, Werder und Umgebung ansprechen und herzlich einladen. Die Teilnahme ist für alle Teilnehmer kostenlos.
Das nächste Gruppentreffen findet am Mittwoch, 15.07.2009 von 14.00 Uhr bis 16.00 Uhr in den Räumen des DRK Pflegedienstes „An der Havel“, Bernhard-Kellermann-Str. 17, in Werder statt.
Die vorgeschlagenen Themen der Teilnehmer für die nächsten Treffen werden Schlaganfall, Krebs und Diabetes sein.
Kontakt:
Deutsches Rotes Kreuz
KV Potsdam/Zauch-Belzig e.V.
Martina Fröhlich
Pflegedienstleiterin
Pflegeteam “An der Havel”
Kellermann-Strasse 17
14542 Werder/Havel
Tel: (03327) 455 04
Fax: (03327) 731 537
Mail: m.froehlich@drk-potsdam.de
Christina Kaminski
Sozialarbeiterin
Mail: c.kaminski@drk-potsdam.de


